Propolis - natürliches Antibiotikum aus dem Bienenstock

Bienen sind nicht nur fleißige Honigsammlerinnen, sie sind auch Experten,
wenn es um die Abdichtung und den Schutz ihrer Wabenbehausungen
geht.

Dazu benutzen sie eineökologisch ausgesprochen einwandfreie Bausubstanz mit antibiotischer Wirkung: Propolis.

Aloe Vera mit PropolisPropolis nennt man das von Bienen gewonnene Kittharz bestimmter Bäume,
hauptsächlich von Birken, Ulmen, Erlen, Pappeln und Nadelbäumen. Aus deren jungen Knospen und aus Baumverletzungen sammeln die Bienen Harze und versetzen sie mit ihren eigenen Fermenten.

Mit diesem harzigen Baustoff verkitten die fleißigen Flieger Ritzen und Löcher ihrer Behausung, präparieren damit den Eingang und überziehen alle Innenflächen und die Waben.

Darüber hinaus wird Propolis im Bienenstock zu hygienischen Zwecken verwendet, nämlich gegen das Eindringen von Krankheitserregern, vor allem Bakterien.

Damit erklärt sich das griechischstämmige Wort Propolis,„Wächter vor der Stadt“, oder sinngemäß:
die Krankheit muß „vor der Stadt“ bleiben. Ein weiterer Infektionsherd sind die Überreste größerer Eindringlinge wie zum Beispiel Mäuse oder Schlangen, die von den Bienen getötet wurden. Wenn ihre Beseitigung nicht gelingt, werden sie einfach mit Propolis „mumifiziert“.

Der Imker gewinnt Propolis mit Hilfe eines „Propolisgitters“, das er unter einen undichten Bienenstockdeckel legt. Weil die Bienen das Gitter als undichte Stelle empfinden, verkitten sie es. Zum Jahresende wird es entfernt
und die Dichtmasse abgerieben. Das fertige Propolis besteht dann aus etwa 50 Prozent Harzen, zehn Prozent Pollen, 30 Prozent Wachs; etwa zehn Prozent der Inhaltsstoffe machen ätherische Öle aus.

Die in Propolis enthaltenen Flavonoide, als pflanzliche Immunverstärker bekannt, unterstützen die Abwehrzellen des menschlichen Körpers in ihrer Arbeit. So gestärkt, verhindert das Immunsystem, daß Bakterien und Viren die natürlichen Abwehrmechanismen im Organismus durchbrechen.

Daher schützt Propolis vor zahlreichen Infektionen wie zum Beispiel Erkältungen. Propolis hat sich auch als Ergänzung zur Mundhygiene bewährt. In dem feuchtwarmen Klima der Mundhöhle leben bis zu hundert Billionen kleinste Lebewesen. Mikroorganismen, die alle ihre eigene, von der Natur
vorgesehene Aufgabe erfüllen. Unter diesen Mikroorganismen findet, mit menschlichen Augen betrachtet, ein ständiger Kampf um die Vorherrschaft statt.

Aber in einer gesunden Mundhöhle ist es wie stets in der Natur– im Normalfall herrscht ein Kräftegleichgewicht. Wenn allerdings dieses Gleichgewicht gestört wird, beispielsweise durch Krankheit oder durch falsche Ernährung, kann es zu Zahn- und Zahnfleischleiden, Erkrankungen des Nasen- und Rachenraums, der Nebenhöhlen und der Mandeln führen.

Auch Erkrankungen des Magen- und Darmbereichs sowie Pilzerkrankungen haben allzuoft ihre Ursache im menschlichen Mund.

Um diesen Infektionsherd zu entschärfen, wurde schon in früherer Zeit das Harz des Hirschbaums gekaut. Heute ist wissenschaftlich nachgewiesen, daß die Propolis-Grundsubstanz aus Baumharz besteht und daß dieser antibiotische Stoffe enthält.

Bei der Verarbeitung beziehungsweise Anreicherung der gesammelten Harze durch die „Bienenzusätze“ entsteht ein Antibiotikum, das körperfeindliche
Krankheitserreger und Pilze zum größten Teil abtötet.

Körpernützliche Kleinstlebewesen dagegen werden nicht angegriffen. So wird der menschliche Speichel durch Propolis gleichsam zur Medizin!

Die Vorteile von Propolis gegenüber herkömmlichen Antibiotika:


Die Wirkung von Propolis ist auf seine Reichhaltigkeit an Vitaminen und Spurenelementen zurückzuführen. Vor allem enthält es Vitamine der B-Gruppe. Aber auch die Vitamine C, E und Biotin (Vitamin H).

An wichtigen Spurenelementen enthält es Eisen, Zink, Kupfer, Chrom, Silizium, Vanadium und Mangan, zudem essentielle Aminosäuren, Enzyme und Mineralstoffe wie Kalzium.

Während der römische Schriftsteller Plinius das Propolis in seinen „Schriften zur Naturgeschichte“ noch sehr undifferenziert als „sehr wirksame Medizin ... bei Wunden und für die inneren Organe“ beschrieb, ist heute wissenschaftlich belegt, daß es ganz allgemein kräftigend und mild anregend auf den gesamten Organismus wirkt und die Körperabwehr steigert.

Es stärkt das Altersherz, beugt Arterienverkalkung und vorzeitigen
Alterserscheinungen vor und wirkt ausgleichend auf den Blutdruck. Propolis harmonisiert das Nervensystem, so daß Schlafstörungen, Nervosität, nervöse Erschöpfungszustände und chronische Abgespanntheit beseitigt
werden.

Erst vor wenigen Jahren wurden seine fungiziden (pilzabtötenden) Eigenschaften nachgewiesen. So können auch Mykosen (Pilzinfektionen) erfolgreich behandelt werden.

Medizinisch bestätigt wurde auch die Wirksamkeit bei zahlreichen Beschwerden und Erkrankungen der Haut. Dies gilt insbesondere für Abszesse, Akne, Furunkel und Geschwüre sowie leichte Brandwunden.

Außerdem erzielten Propolis-Anwendungen gute Wirkungen bei Magen- und Darmbeschwerden. Weiterhin beugt Propolis ausgezeichnet Verstopfungen vor, und auch bei der Behandlung von Entzündungen sowie Infektionen der Harnwege und -organe (zum Beispiel Nieren- und Blasenentzündungen) wurden ausgezeichnete Wirkungen erzielt.