Glucosamine und Chondroitinsulfat

Glucosamine und ChondroitinsulfatDie körpereigenen Bausteine Glucosamin (Glucosaminsulfat) und Chondroitinsulfat sind in allen wichtigen Körpergeweben enthalten, selbst in Blutgefässen und Herzklappen.

Das Glucosaminsulfat-Molekül ist etwa 250mal kleiner als das des Chondroitinsulfats und kann deshalb im Verdauungstrakt besser resorbiert und so dem Organismus schneller zugeführt werden.
(Anm.: Chondroitinsulfat ist eine Zuckerverbindung mit Riesenmolekülstruktur und bildet den Hauptbestandteil aller Knorpel. Ausserdem findet es sich in Sehnen, Bändern, im Bindegewebe, in der Haut und in den Arterienwänden. Chondroitinsulfat wird vom Organismus aus Glucosaminsulfat hergestellt.)

Ihre hauptsächliche Bedeutung liegt aber im Aufbau und Erhalt von Gewebsstrukturen des Bewegungsapparates: Bindegewebe, Bänder, Sehnen, Knorpel, Knochen und gesunde Gelenke mit genug Gelenkflüssigkeit sind auf eine ausreichende Versorgung mit diesen Substanzen angewiesen.

Glucosamine und ChondroitinsulfatSteht dem Körper nicht genug Glucosaminsulfat zur Verfügung, so wird die Flüssigkeit dünner und wässriger, die Gelenke werden nicht ausreichend "geschmiert" und sind anfälliger für Abnutzung und Verletzungen. Bei anderen "Verschleissteilen" unseres Körpergerüsts wie den Bandscheiben verhält es sich ähnlich.

Je mehr Glucosamin dem Körper zur Verfügung steht, desto mehr Knorpelmasse kann produziert werden. Normalerweise stellt der Körper genügend Glucosamine her, um die Gelenke funktionsfähig zu halten und kleine Schäden zu reparieren. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Glucosamin-Produktion allerdings ab: Das Gelenk "trocknet" buchstäblich aus, die Knorpelmasse wird schlecht ernährt, ungleichmässig aufgebaut und kleine Verletzungen heilen nicht mehr von selbst. Durch die tägliche Ernährung lässt sich dieses Manko leider nicht ausgleichen, da Glucosamin nur in Schalentieren in ausreichender Menge vorhanden ist.

Untersuchungen zufolge wirkt D-Glucosamine nicht nur symptomatisch, sondern kann auch den Arthrose - Prozess am Knorpel hemmen. In einer 3-jährigen kontrollierten Studie mit 212 Patienten mit Gon - Arthrose ist D-Glucosamine getestet worden. Bei der Gruppe, welche diesen Wirkstoff erhielt, nahm die Verschmälerung des Gelenkspaltes so gut wie nicht (0,06 mm) zu, bei der Placebo-Gruppe wurde der Spalt dagegen im Durchschnitt um 0,31 mm schmaler. Zudem nahm in dieser Gruppe die Symptomatik der Arthrose (Steifigkeit, Funktionsverlust, Schmerzen) zu, während Sie bei den anderen Patienten zurück ging