Die Pflanze Aloe Vera Barbadensis Miller

Aloe Vera - die PflanzeAloe Vera (korrekter botanischer Name: "Aloe barbadensis Miller") gehört zur Pflanzenfamilie der Liliengewächse (Liliaceae). Es gibt mehr als 250 verschiedene Arten der Gattung Aloe, die als Kräuter, Sträucher und sogar Bäume hauptsächlich in den subtropischen Gebieten von Amerika, Afrika, Asien und (vom Menschen eingeführt in) Europa wachsen.

Von diesen besitzen jedoch nur wenige Arten heilende Eigenschaften und einen Nährwert für Mensch und Tier: A. barbadensis, A. ferox, A. perryi, A.africana, A. capensis, A. saonaria, A. sinensis, A. succotrina und A. plicatilis.

Aloe Vera barbadensis wächst wild in Mittel- und Südamerika, auf den Kanarischen Inseln, in Afrika und in den Mittelmeergebieten mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern. Aloe Vera barbadensis erreicht eine Höhe von 60 bis 90 cm. Fast alles an ihr sind Blätter, die an einem kurzen Sproß sitzen. Ihre 40 bis 50 cm langen, blassgrünen Blätter bilden eine grundständige Blattrosette und sind an ihrem Ansatz 6 bis 10 cm breit. Sie haben an ihren Rändern hornige, weißliche Stacheln.

Ihr kaktus-ähnliches Aussehen verdankt die Aloe vera barbadensis ihrem halbtrockenen bis trockenen Lebensraum. Häufig muß sie lange Zeit ohne Regen auskommen, während die Sonne weiter unbarmherzig scheint. Aufgrund dieser Lebensbedingungen ist die Aloe-Pflanze auf die Bildung eigener Nährstoff- und Wasserspeicher angewiesen, die ihr Überleben sichern. Aloe vera barbadensis ist also eine Speicherpflanze (= Sukkulente). Aloe vera barbadensis speichert Wasser und Nährstoffe im Innern ihrer fleischigen Blätter, im chlorophyllfreien Blattmark. Nach außen hin sind ihre Blätter durch eine derbe, wachshaltige Blattrinde vor Verdunstung, Hitze und UV-Strahlung geschützt sind. Zwischen Blattrinde und Blattmark befinden sich perizyklische Sekretzellen (A), die einen gelben, bitteren Saft bergen. Der Hauptbestandteil dieses Saftes ist das Aloin, ein hochwirksames Abführmittel. Der bittere Geschmack des Saftes schützt die Aloe-Pflanze vor gefräßigen Tieren.

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Von den bisher etwa 300 weltweit bekannten Aloe-Arten besitzt nur eine nachweislich heilende Eigenschaften - die Aloe Barbadensis. Im Jahre 1953 gelang es dem Forscher und Apotheker Bill C. Coates aus Texas, das Aloe Vera Blattmark mit Hilfe eines natürlichen Verfahrens ohne Verluste der Inhaltsstoffe haltbar zu machen. Das rasch oxidierende Gel muss innerhalb von sechs Stunden nach dem Schnitt verarbeitet werden, weil die Polysaccharide schnell ihre Wirkung verlieren.