Antioxidative Vitamine
Antioxidative Vitamine zur Vorbeugung gegen schwere Krankheiten
Vitamine gehören zu den Nährstoffen, die unser Körper täglich braucht. Mit Ausnahme von Vitamin D kann der Körper diese jedoch nicht selbst produzieren, ist also auf die externe Zufuhr angewiesen.
Alle 13 Vitamine sind lebensnotwendig, aber vier davon haben große zusätzliche Bedeutung:
Provitamin A bzw. Beta-Carotin, die Vitamine C und E sowie Folsäure wirken neben bestimmten Enzymen und Mineralstoffen antioxidativ, d. h., sie schützen Körperzellen vor aggressiven Freien Radikalen. Diese Moleküle können Zellmembranen und die Erbsubstanz (DNS) schädigen und gelten als Auslöser schwerer chronischer Krankheiten wie Arteriosklerose, Rheuma oder Krebs.
Laut SGS Institut Fresenius, Taunusstein, liefert eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse ausreichend Antioxidanzien.
Für Menschen mit einseitiger Kost oder erhöhtem Vitaminbedarf könne jedoch eine Nahrungsergänzung mit handelsüblichen Vitaminpräparaten sinnvoll sein. 
Sauerstoff ist lebenswichtig. Trotzdem sollen etwa fünf Prozent des vom Stoffwechsel verarbeiteten Sauerstoffs zu aggressiven Sauerstoffverbindungen - den so genannten Freien Radikalen - umgewandelt werden.
Zusätzliche Freie Radikale entstehen u. a. durch Umweltbelastungen - Ozon, UV-B-Strahlung, Abgase -, Nikotin, Alkohol, Stress, Medikamente oder starke körperliche Anstrengung.
Der Körper verfügt zwar über umfangreiche antioxidative Mechanismen, um Schädigungen zu verhindern bzw. zu reparieren. Sie reichen jedoch nicht in jedem Fall für einen umfassenden Schutz aus.
Nach der Entdeckung der Freien Radikale und der durch sie ausgelösten Gesundheitsrisiken haben Wissenschaftler nach Gegenmitteln geforscht und durch zahlreiche Studien Hinweise darauf gefunden, dass einige Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe die Körperzellen vor den aggressiven Sauerstoffverbindungen schützen können. 
Die vier Vitamine A, C, E und Folsäure haben über den Zellschutz hinaus wichtige Funktionen im menschlichen Stoffwechsel:
Vitamin A mit dem Provitamin Beta-Carotin unterstützt vor allem Augen und Sehvermögen. Es ist vor allem in Leber, Milchprodukten, Eiern, grünem, rotem und gelbem Gemüse und Obst enthalten.
Vitamin C stärkt das Immunsystem und ist unentbehrlich beim Aufbau von Bindegewebe, Haut, Knochen und Zähnen. Schwarze Johannisbeeren, Zitrusfrüchte, Paprika, Kartoffeln und Leber sind wichtige Vitamin-C-Lieferanten.
Mit Vitamin E, das fast ausschließlich dem Zellschutz dient, ist ausreichend versorgt, wer Keimöle, Pflanzensamen, Vollkornprodukte, Eier und Fisch verzehrt.
Folsäure schließlich fördert die Blut- und Zellbildung. Grünes Blattgemüse, Leber, Eier, Vollkornprodukte, Sojabohnen, Rote Bete und Nüsse sind die Hauptquellen. Gesunde Menschen mit durchschnittlicher Belastung durch Freie Radikale können eine ausreichende Versorgung mit Antioxidanzien leicht durch ausgewogene Mischkost mit viel Frischprodukten, vor allem Obst und Gemüse, sicherstellen.
Die zusätzliche Aufnahme von gängigen Multivitaminpräparaten kann jedoch sinnvoll sein für Menschen mit einseitiger Ernährung oder in besonderen Lebenssituationen. Dies sind vor allem Heranwachsende, Schwangere und Stillende, Suchtkranke, Sportler sowie ältere und kranke Menschen.
Die Fachleute von SGS Institut Fresenius warnen aber vor Überdosierung: Die Aufnahme von antioxidativen und anderen Vitaminen und Mineralstoffen über den tatsächlichen Bedarf hinaus nach dem Motto „Viel hilft viel“ sei nutzlos, teuer und in manchen Fällen sogar kontraproduktiv. Denn hohe Überdosierung könne wiederum Gesundheitsstörungen verursachen.
Quelle: fresenius.com