Ernährungsirrtümer
Manche Ernährungsweisheiten halten sich hartnäckig, obwohl längst bewiesen ist, daß sie entweder nicht mehr stimmen oder als reine Mythen nie jeglichen Wahrheitsgehalt hatten. Viele davon sind zwar populär, aber trotzdem falsch:
Konserviertes Gemüse hat keine Vitamine mehr.
Manche gesunde Inhaltsstoffe vertragen Hitze sehr gut. Bei Tomaten nimmt der Körper die Karotinoide in gekochter Form sogar noch besser auf, als im rohen Zustand. Bei Mais, Erbsen, Rotkohl oder Sauerkraut bleiben die gesunden sekundären Pflanzenstoffe auch in der Konserve erhalten. Dies gilt auch für Ballaststoffe, die in den meisten Gemüse reichlich enthalten sind.
Aufgetautes darf nicht wieder eingefroren werden.
Es ist weder bei Fleisch noch bei anderen Lebensmitteln gesundheitsgefährdend sie noch einmal einzufrieren. Wenn man aber empfindliche Produkte wie Gemüse oder Fleisch langsam einfriert und schnell wieder auftaut, kann es jedoch durch die Sprengung der Zellstrukturen zu Saftverlust kommen und der Geschmack könnte leiden. Die Lösung hierfür sind möglichst kleine Portionen mit Superschaltung relativ zügig einfrieren.
Geschmacksverstärker sind ungesund.
Normalerweise bereitet Glutamat, um das es sich meistens handelt gesunden Leuten keine Schwierigkeiten. Nur bei Leuten, die unter enzymbedingten Verdauungsbeschwerden leiden, kann es zu dem so genannten China-Restaurant-Syndrom kommen. Dies wird so genannt, da Glutamat vor allem in der chinesischen Küche vorkommt und einige wenige Personen nach dem Verzehr von chinesischem Essen Unverträglichkeitsreaktionen zeigen. Glutamat kommt aber nicht nur in Fertigprodukten vor, sondern auch beispielsweise in Tomaten oder Käse.
Räucherlachs wurde frisch gefangen.
Wenn ein großer Bedarf vorhanden ist, wie zum Beispiel Silverster, wird Lachs häufig frühzeitig gefangen, eingefroren und dann zur passenden Zeit geräuchert, oder gleich geräuchert und dann wieder engefroren, da man das eigeschweißten Produkten nicht ansieht.
Ein Mehrkornbrötchen ist ein Vollkornbrötchen.
Unter Mehrkorn versteht man, daß mehrere Kornsorten verwendet wurden. Wieviele davon in dem bestimmten Brötchen enthalten sind, ist aber nicht festgelegt. Vollkorn bezieht sich auf den Ausmahlungsgrad des Korns. Es enthält alle Bestandteile des vollen Korns, selbst die Schalen. Es kann grobkörnig sein, aber auch feines Mehl, wie bei Vollweizentoast. Mehrkorn heißt also noch lange nicht, daß Brötchen oder Brot die gleichen Nährstoffe wie Vollkorn enthalten.
Auf Steinobst soll man kein Wasser trinken.
Dieser Rat stammt noch aus füheren Zeiten, in denen das Trinkwasser noch nicht so rein war wie heute. Damals konnten bestimmte Bakterien mit reichlich Obst zusammen leichte Magenprobleme verursachen. Wenn sie Obst vor dem Verzehr waschen und keine riesigen Mengen davon konsumieren, können sie ruhig das ein oder andere Glas Wasser danach trinken.
Spinat und Pilze darf man nicht wieder aufwärmen.
Wenn man den nitratreichen Spinat nach dem Abkühlen sofort in den Kühlschrank stellt, macht das Erwachsenen normalerweise nichts aus. Kleinkinder können jedoch auf das sich bildende Nitrit mit gefährlicher Blausucht reagieren. Auch Pilze kann man ei zweites Mal erwärmen, wenn sie zwischendurch kül gestellt waren.
Quark hat viel Kalzium.
Quark enthält etwa nur halb so viel Kalzium wie die gleich Menge Joghurt oder Milch, da bei seiner Herstellung ein Teil des Kalziums in der Molke bleibt, die von den festen Bestandteilen abgetrennt wird.
Braune Eier schmecken besser.
Die Farbe der Eierschale richtet sich nach der Hühnerrasse und nicht nach dem Futter. Dieses ist aber entscheidend für den Geschmack. Man bildet sich das also nur ein.
Bratkartoffeln bereitet man am besten mit Öl zu.
Vollfettmargarine ist durch ihre Mischung von 80% Pflanzenfetten und 20% Wasser besser geeignet. dadurch können die hohen Temperaturen der Pfanne optimal an das Bratgut weitergegeben werden. Halbfettmargarine hat zu einen hohen Wasseranteil, das heißt es würde spritzen und Butter verbrennt bei zu hohen Temperaturen.
Quelle: abnehmtreff.de