Gesundheitsirrtümer

Einige Nahrungsmittel stehen in dem unbegründeten Verdacht der Gesundheit eher zu schaden, als zu nutzen, andere dagegen haben einen guten Ruf, obwohl dieser nur teilweise gerechtfertigt ist. Die folgenden Beispiele sollen zur Aufklärung dieser Irrtümer beitragen:

Eier sind schlecht fürs Herz.

Eier enthalten zwar sehr viel Cholesterin und zuviel davon im Blut fördert Herzerkrankungen. Doch der direkte Zusammenhang ist unter Wissenschaftlern eine längst überholte Theorie. Fakt ist, dass jeder Mensch einen bestimmten Cholesterinspiegel im Blut hat, den der Körper versucht zu halten. Kommt von außen zuviel Cholesterin, drosselt er die Aufnahme ins Blut von selber. Kommt von außen zu wenig, kurbelt er die Eigenproduktion an. Da der Cholesterinspiegel im Blut sich also kaum über die Nahrung beeinflussen lässt, können Eier in Maßen weiter verzehrt werden.

Frisches Brot ist ungesund.

Dies ist ein Mythos. Wenn man frisches Brot ißt, kann es schlimmstenfalls zu Blähungen kommen. Die Annahme ist vermutlich ein Überbleibsel aus der Zeit, als Brot so elementar wichtig war, dass man nichts verschwendete. Zuerst sollte immer das "alte" Brot gegessen werden, bevor der frische Laib angeschnitten wurde. Um das zu erreichen, wurde Kindern, wie erwachsenen eingeredet, dass frisches Brot ungesund sei.

Salz treibt den Blutdruck nach oben.

Früher galt die These, dass Kochsalz für Bluthochdruck mitverantwortlich ist deshalb unbedingt reduziert werden muss. Der Meinung ist man heute nicht mehr. Es gibt allerdings wenige Menschen, die kochsalzempfindlich sind. Bei ihnen steigt der Blutdruck, wenn sie zu viel Salz essen.

Bonbons mit Vitaminzusätzen sind gesünder.

Auch mit Vitaminen angereicherte Bonbons enthalten in erster Linie Zucker. Bei einigen Produkten wird angegeben, daß etwa sechs Bonbons den Bedarf der aufgeführten Vitamine decken. Gleichzeitig werden jedoch 30 g Zucker, das entspricht sechs Teelöffeln, gelutscht. Daher sollte man auch bei vitaminierten Bonbons nicht übermäßig zugreifen, sie sind auch nicht gesünder.

Zitrusfrüchte habendas meiste Vitamin-C.

Wer eine dicke Schale hat, muß noch lange nicht das meiste Vitamin haben. Pampelmusen,Orangen und Zitronen enthalten durchschnittlich etwa 50 mg Vitamin C pro 100 g Fruchtfleisch. Kiwis bringen es dagegen auf 70 mg, Erdbeeren immer noch auf 62 mg und Spitzenreiter sind schwarze Johannisbeeren mit 189 mg.

Spinat enthält viel Eisen.

Diese These beruht auf einem Missverständnis. Als ein Wissenschaftler den Eisengehalt von Spinat berechnete, ging er von 100 g getrockneter Ware aus, die 35 mg Eisen enthielt. Da Spinat aber zu 90 Prozent aus Wasser besteht, bezog sich der Wert also auf ein Kilo Spinat. Ein einfacher Rechenfehler führte also zu dem Irrglauben vom Eisenlieferant Spinat. Dazu kommt noch die Tatsache, dass pflanzliches Eisen vom Körper schlechter verwertet wird als Eisen aus tierischen Nahrungsmitteln.

Quelle: abnehmtreff.de