Negatives Denken macht krank

Negativ-Denken macht krankMentale Medizin entdeckt die maßgebliche Bedeutung der Gedanken für die Gesundheit

Millionen Menschen fühlen sich täglich gestresst. Sie vermissen Lebensfreude, Motivation und Ziele - ganz einfach positive Gefühle.

Das ist gefährlich. Moderne Mediziner wissen: Druck, Ärger und Stressbelastungen können einen Menschen ebenso krank machen wie Rauchen, schlechte Ernährung oder mangelnde Bewegung.

Jüngste Erkenntnisse der Gehirnforschung gehen allerdings noch weiter. Sie belegen, dass sogar negative Gefühle und Gedanken Herzinfarkt, Krebs und Diabetes auslösen können. Demnach reicht offenbar schon ein Gedanke an etwas Unangenehmes aus, um im Körper eine Stressbelastung hervorzurufen. "Damit ist es sogar ein Risiko, über Probleme zu reden statt sie zu lösen, Dampf abzulassen statt ruhig und gelassen zu reagieren oder sich über Vorwürfe und Kritik zu ärgern, statt souverän damit umzugehen", warnen Dr. Gerhard Bittner und Dr. med. Johannes Koepchen, die Vorstände der Deutschen Gesellschaft für Mentale Medizin (www.mentale-medizin.de).

Negativ-Denken macht krankDenken an Negatives ist nach Auffassung der Experten ebenso riskant wie Kettenrauchen. Um nun Stressbelastungen, Druck und negative Impulse im Alltag spürbar zu reduzieren, haben Bittner und Koepchen neue und effektive mentale Therapiemethoden entwickelt. Grundsätzlich geht es dabei darum, negative Gedanken weitestgehend zu vermeiden und vom Negativ-Denken sofort auf lösungsorientiertes Denken umzuschalten. Nur so sei es möglich, die Leistungsfähigkeit spürbar zu steigern, eine bessere Lebensqualität und mehr Kreativität zu erzielen und darüber hinaus die Gesundheit maßgeblich zu schützen. "Wer das kann, der hat ein stärkeres Immunsystem, bekommt seltener Infektionen, lebt also besser und länger", erläutert Bittner.

Während die häufig empfohlenen "Entspannungsmethoden" wie spazieren gehen, Musik hören, aber auch Autogenes Training oder Yoga nur vorübergehend wirkten, sei jeder in der Lage, mit der Veränderung von Denkmustern und persönlichen Einstellungen auf seine Körperfunktionen Einfluss zu nehmen. Bislang hätten diese Erkenntnisse wenig Eingang in die tägliche medizinische Praxis gefunden. Bittner: "Das wird sich ändern - Mentale Medizin ist das Gesundheitskonzept der Zukunft." (djd/pt).

Quelle: medizin-aspekte.d