Coenzym Q10

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigen sich Wissenschafter mit der Nutzung von Q10 für den Menschen. Viele Untersuchungen haben nicht nur positive Wirkungen von Q10 in der Therapie belegt, sondern zeigen zudem, dass auch der gesunde Körper auf eine ausreichende Zufuhr dieses Vitalstoffes angewiesen ist.

Coenzym Q10 wird deshalb als Nahrungsergänzung immer populärer. In Japan und den USA ist das Coenzym bereits seit vielen Jahren als lebenswichtige Substanz anerkannt und geschätzt. Aber auch in Österreich und Deutschland ist der Bekanntheitsgrad in den letzten Jahren stetig gewachen.

Was steckt eigentlich dahinter?
Q10 gilt wie die Vitamine A, C und E oder der Mineralstoff Selen als Antioxidans (Radikalfänger), das im Körper wirkt – und zwar vor allem im Zusammenhang mit anderen Antioxidantien.

Bei diversen Krankheiten von Angina Pectoris bis Zahnfleischentzündungen soll es nützlich sein und sogar gegen Krebs – speziell Brustkrebs – helfen.

In der Creme will Q10 die vorzeitige Faltenbildung aufhalten. Häufig wird es Multivitamin-Mineralstoffpräparaten beigemischt angeboten, es ist aber auch als Monopräparat auf dem Markt.

Es gibt Studien, die nachweisen, dass der Q10-Gehalt im Alter in verschiedenen Organen, auch im Herzen, abnimmt. Eine zusätzliche Gabe von Q10 soll deshalb das Herz unterstützen, den Stoffwechsel wieder auf Trab bringen und das Altern bremsen.

Im Bereich der Herz-Kreislauf-Krankheiten allerdings soll es mithilfe von Q10 Erfolge gegeben haben, speziell bei Patienten, die wegen ihrer Erkrankung einen zu niedrigen Q10-Spiegel aufgewiesen haben. Klinische Langzeitstudien liegen bislang aber nicht vor.

Bedarf im Alter erhöht
Q10 ist ein zur Vitamin-E-Reihe gehörendes Enzym, das eine lebenswichtige Substanz bei der Bereitstellung von Energie in unseren Zellen darstellt.

Seine Entdeckung verhalf dem amerikanischen Mediziner Peter Michell im Jahr 1978 zum Nobelpreis.

Das Coenzym Q10 ist an Stoffwechselprozessen beteiligt und spielt eine wichtige Rolle bei der Energieproduktion in den Zellen.

Das „Energie-Vitamin“ wird vom Körper selbst gebildet, steckt aber auch in Lebensmitteln wie Eiern, Leber, Muskelfleisch, Fisch (Sardinen, Makrelen), pflanzlichen Ölen (Soja-, Sesam- und Rapsöl), in Brokkoli, Spinat, Mais und Nüssen. Im Durschschnitt nehmen wir täglich zw. 3 und 10 mg des Coenzyms über die Nahrung auf.

Damit ist die ausreichende Versorgung im Normalfall gewährleistet. Der Bedarf an Q10 kann allerdings unter bestimmten Umständen wie bei Medikamenteneinnahme, psychischem Stress, Sport, schweren körperlichen Belastungen und im Alter erhöht sein.

Warum es mit zunehmendem Alter zu einer Verminderung der Verfügbarkeit von Q10 kommt, ist gegenwärtig noch nicht klar. Es muss erst erforscht werden, ob die Abnahme auf eine verminderte Biosynthese (Q9 wird in der Leber zu Q10 umgewandelt) zurückzuführen ist oder von unzureichender Aufnahme mit der Nahrung hervorgerufen wird. Unzureichend könnte die Aufnahme über die Nahrung deshalb werden, weil im Alter ein gesteigerter Verbrauch durch vermehrten oxidativen Stress festzustellen ist.