Diabetes und Hautpflege
Die Haut ist das Bindeglied zwischen unserem Innern und der Außenwelt. Durch verschiedene Ereignisse kann sie aus der Balance geraten. Spätestens dann ist es an der Zeit, ihr besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken. Doch auch eine gesunde Haut verdient regelmäßige Pflege.
Die Haut verändert sich nicht nur durch Falten oder Sommersprossen. Ihr äußeres Erscheinungsbild kann z.B. durch Allergien, Sonnenbrand, Infektionen oder psychische Ursachen aus dem Gleichgewicht geraten. Auch der Diabetes kann zu einem veränderten Hautbild beitragen. Und das betrifft Frauen und Männer gleichermaßen!
Diabetesproblem: trockene Haut
Die Haut von Menschen mit Diabetes unterscheidet sich von der gesunden Haut in vielerlei Hinsicht. Denn erhöhte Blutzuckerwerte können sich auch am Hautbild bemerkbar machen. Sie reagiert mit extremer Trockenheit, starkem Juckreiz an Armen und Beinen und neigt zur verstärkten Hornhautbildung.
Häufig treten Druckstellen und Schrunden an den Füßen auf. Häufig neigt sie zu Hautinfektionen wie z.B. Fußpilz und bakterieller Besiedelung von Wunden.
Typische Merkmale einer diabetischen Haut
Die diabetische Haut weist eine deutlich reduzierte Schweiß- und Talgdrüsenaktivität auf. Das führt zur mangelnden Feuchtigkeitsspeicherung in der Haut.
Die hauteigene Fettproduktion ist herabgesetzt und die Folge ist eine gestörte Hautbarrierefunktion. Der Gehalt an Harnstoff (Urea) ist deutlich reduziert, daher kann die Feuchtigkeit in der Haut nicht mehr so gut gespeichert werden. Sie wird schuppig, trocknet aus, juckt unangenehm ist rau und sieht einfach schlapp aus.
Besonders betroffen sind meist Füße und Beine, sowie Hände und das Gesicht. Abhängig vom Alter und dem erblich bedingten Hauttyp, kann auch der gesamte Körper verstärkt von Hauttrockenheit betroffen sein.
Regelmäßige Pflege verbessert Beschwerden
Eine regelmäßige und bedarfsgerechte Anwendung stabilisiert den Hautzustand und stärkt die hauteigene Barriere. Pflegeprodukte sollten klinisch geprüft, für Diabetiker geeignet und möglichst parfumfrei sein.
Inhaltsstoffe wie Harnstoff, Glycerin und hautverwandte Lipide gleichen den vorliegenden Mangel aus und führen die Haut in ihr normales Gleichgewicht zurück. Testen Sie neue Produkte vor der ersten Anwendung auf einer kleinen Stelle des Unterarms auf ihre Verträglichkeit. Lassen Sie sich im Zweifelsfall, insbesondere bei vorliegenden Allergien, vom Apotheker beraten.
Basisprodukte für die diabetische Hautpflege
Ins Standardprogramm gehört eine reichhaltige Körperlotion, die nach den Duschen und Baden aufgetragen werden sollte.
Eine speziell für Diabetiker geeignete Fußcreme (Aloe Vera) ist unbedingt nötig. Melkfett und Fettsalben oder Vaseline gehören nicht an die Haut von Menschen mit Diabetes. Aloe Vera haltige Handcremes glätten raue Hände und Fingerspitzen, die durch tägliche Blutzuckermessungen häufig extrem belastet sind.
Feuchtigkeitsspendende Gesichtspflegeprodukte, in der warmen Jahreszeit zusätzlich mit Lichtschutzfaktoren, beugen der vorzeitigen Hautalterung vor. Häufige Wechsel zwischen verschiedenen Produkten sollten vermieden werden, denn sonst steigt das Allergierisiko.
Der Produktwechsel irritiert die Haut mehr, als er nutzt. Hilfreich ist es auch, Produktlinien eines Herstellers zu verwenden. Denn die Grundsubstanzen sind hier optimal aufeinander abgestimmt und garantieren eine gute Hautverträglichkeit.